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Das neue Berlin – Vom Hauptbahnhof bis zum Prenzlauer Berg: Ein überaus positives Echo hinterließ die einwöchige Seminarfahrt des CDU Ortsverbandes Hau bei den 28 Teilnehmern. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Bildungsseminar „Das neue Berlin – Vom Hauptbahnhof bis zum Prenzlauer Berg“ fand im Robert-Tillmanns-Haus in Nikolassee im Stadtteil Zehlendorf statt. Reiseleiter Manfred van Halteren hatte gemeinsam mit dem Team der Bildungsstätte ein interessantes Programm geplant. Die in mehr als drei Jahrzehnten gewachsene enge Verbundenheit mit dem Robert-Tillmanns-Haus, das sich nun unter neuer Leitung mit Beatrice Freund und Niko Rollmann in überaus geschmackvoll renovierten Räumen präsentiert, bescherte der Reisegruppe einen unvergesslichen Berlin-Aufenthalt.

Im gut ausgestatteten Seminarraum eröffnete Niko Rollmann mit einem Referat zum Thema „Die doppelte Halbstadt – Das geteilte Berlin“ und dem Dokumentarfilm „Man lernte, damit zu leben …“ das Bildungsseminar. Am Nachmittag stand dann unser Besuch im Kanzleramt auf dem Programm. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla, der leider nicht im Hause war, hatte mit Dr. Joachim Reinken, dem Leiter seines Abgeordnetenbüros, einen kompetenten Gesprächspartner zur Betreuung unserer Gruppe im Kanzleramt ausgewählt. Beim anschließenden Spaziergang durchs Regierungsviertel zeigte uns Referent Rainer Böger die architektonisch interessanten Gebäude des Regierungsviertels entlang des Spreebogens. Eine Bootsfahrt auf der Spree ermöglichte uns dann einen völlig anderen Blick auf das imposante Stadtbild von Berlin Mitte und seiner Bebauung.

Mit ihren Vorträgen zum Thema „Vom Mauerfall bis zur Loveparade – Berlin auf der Suche nach einer neuen Identität“ und „Wie baut man eine neue Hauptstadt?“ vermittelte uns Dr. Käthe Wenzel einen guten Einblick in das neue Berlin, das mit einem Besuch im Berliner Abgeordnetenhaus, dem ehemaligen Preußischen Landtag, und einem durch Niko Rollmann überaus fachkundig geleiteten Rundgang um und über den Potsdamer Platz als Symbol der neuen Hauptstadt komplettiert wurde.

Beim Besuch der CDU Bundesgeschäftsstelle begrüßte uns der Generalsekretär Hermann Gröhe im Konrad-Adenauer-Haus. Als gebürtiger Uedemer freute er sich über den Besuch der Niederrheiner, die sich von der beeindruckenden Architektur des Hauses bei einem Rundgang überzeugen konnten. Die Besichtigung des Reichstags mit seiner imposanten Kuppel und seiner bewegten, wechselhaften Geschichte war ein Highlight. Leider war die Besichtigung der Kuppel wegen Reinigungsarbeiten nicht möglich, doch auch der Blick auf Berlin von der Dachterrasse aus war schon überwältigend. Beim anschließenden Besuch des Schloßplatzes erläuterte uns Dr. Martin Albrecht mit viel Berliner Witz warum es aus finanziellen, geschichtlichen, architektonischen und bauphysikalischen Gründen so schwer ist auf diesem Gelände, wo noch vor kurzem der Palast der Republik abgerissen wurde, das Berliner Stadtschloß wieder erstehen zu lassen.

Beim Besuch des „Gleis 17 – Denkmals“ am Bahnhof Grunewald erinnerte Dr. Martin Albrecht an die Endstation für das jüdische Berlin um in der Gedenkstätte „Stille Helden“ in den Hackeschen Höfen der Menschen zu gedenken, die unter Einsatz ihres Lebens den jüdischen Mitbürgern auf mannigfaltige Weise zur Seite standen. Rainer Böger zeigte uns bei einem Rundgang im Umfeld des Hackeschen Marktes zahlreiche Gebäude und Einrichtungen, die bis zur NS-Zeit für das friedliche Zusammenleben von Juden und Christen im Schatten der neuen Synagoge an der Oranienburger Straße auf vielfältige Weise wichtig waren. Beim anschließenden Besuch im ehemaligen Stasi-Gefängnis der Gedenkstätte Hohenschönhausen wurde uns durch ehemalige einsitzende Häftlinge der gigantische Machtapparat der Stasi mit seinen menschenverachtenden Praktiken in Erinnerung gerufen.

Als Seminarabschluss bot Niko Rollmann eine Stadtführung vom neuen Hauptbahnhof bis zum Prenzlauer Berg an, was die Teilnehmer animierte, das quirlige Berlin wie an den Abenden zuvor ein letztes Mal auf eigene Faust zu erkunden. Als Fazit steht fest: Im Robert-Tillmanns-Haus haben wir uns wohlgefühlt, das Programm und die Referenten waren Klasse und Berlin war wieder einmal eine Reise wert!

Das Robert-Tillmanns-Haus dankt dem Seminarteilnehmer Manfred von Halteren für die Erlaubnis, seinen Reisebericht auf unsere Website zu setzen!

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