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Unter dem Thema „20 Jahre danach – Von der Wende bis zur Wiedervereinigung“ fuhren Ende Juni 2010 vierzig Kolpingsschwestern und Kolpingsbrüder aus dem IBK–Bereich zu einem politischen Seminar nach Berlin. Untergebracht waren wir im sehr guten Robert-Tillmanns-Haus im Stadtteil Zehlendorf. Dieses Seminar wurde gefördert und organisiert von der Bundeszentrale für politische Bildung.

In sehr guten und informativen Referaten, welche immer vormittags stattfanden, wurden wir auf die jeweiligen Exkursionen am Nachmittag eingestimmt. Bei diesen Exkursionen besuchten wir u.a. das Holocaust-Mahnmal. Es wurden uns auch die Orte und das Geschehen um den Führerbunker sowie des Göbbelsbunkers gezeigt und näher gebracht. Wir besichtigten auch die Ruine der Gedächtniskirch;. die Lichtspiele in der jetzigen Gedächtniskirche faszinierten die Teilnehmer. Im Stadtteil Prenzlauer Berg wurde uns die Baugeschichte des alten Berlins sowie die politische Vergangenheit näher gebracht. Erfreulicherweise wurde und werden viele alte Gebäude fachkundlich renoviert.

Bei einer weiteren Exkursion besuchten wir die Stalinallee, heute Frankfurter Allee. In dieser Straße konnten wir die Großmannssucht an der Baugeschichte der ehemaligen DDR ablesen. Ein Besuch im Kaffee Sybille rundete dieses Nachmittagsprogramm ab.

Einer der Höhepunkte unseres Seminars war der Besuch des Reichstages und des Kanzleramtes. In beiden Gebäuden wurde die Arbeitsweise von Bundestag und Regierung erläutert und der Versuch unternommen, die Glaubwürdigkeit dieser wichtigen Institutionen zu erhöhen. Nach dem Besuch des Kanzleramtes hatten wir einen freien Nachmittag, den die Teilnehmer im wunderschönen Berlin verbrachten.

Die letzte Exkursion führte uns nach Polen – in das schöne Stettin. Bei einer Stadtführung lernten wir die Geschichte der Stadt, aber auch die Geschichte der wichtigsten Gebäude der Gegenwart und deren Vergangenheit kennen. Der Besuch eines noch sehr gut erhaltenen Bunkers aus dem 2. Weltkrieg brachte uns die Leiden der Menschen dieser Stadt eindrucksvoll näher. Da einige der Teilnehmer den Bombenkrieg am eigenen Körper erlebt haben, war dieser Besuch doch etwas bedrückend und die schicksalsvolle Vergangenheit wieder in Erinnerung gerufen. Unsere schweizer und österreichischen Teilnehmer waren sehr beeindruckt von der Größe des Bunkers. Voller neuer Eindrücke über eine unvergessliche Woche im wunderschönen Berlin fuhren wir wieder zurück an den Bodensee. Allgemein wurde festgestellt, daß „Berlin immer eine Reise wert ist”.

Zum Schluss noch ein ganz großes Dankeschön an Frau Freund und Niko Rollmann sowie den Referenten dieser unvergesslichen Woche.
Johann Müller

Das Robert-Tillmanns-Haus dankt dem Seminarteilnehmer Johann Müller für die Erlaubnis, seinen Reisebericht auf unsere Website zu setzen!

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